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Machachafushi
Lily Beach

Last Update: 20/08/01

Machachafushi

Eine kleine, im Inneren des Ari-Atoll gelegene Insel, mit ca. 250m Durchmesser und rund 80 Bungalows.

Die Insel wurde 1998 neu renoviert. Sie besitzt jetzt einen Süsswasserpool, der auf den Malediven völlig überflüssig ist und neu ausgestattete Zimmer. Ausserdem wurde das Restaurant renoviert.

Anreise:
Nach der Ankunft in Hulule, der Flughafeninsel geht es mit dem Wasserflugzeug in ca. 25-40 Minuten, je nach Anzahl der Zwischenlandungen, nach Machchafushi. Vom Landesteg wird man mit dem Dhoni in 10 Minuten zur Insel gebracht.

Nach der Begrüssung (und dem Begrüssungscocktail) kann man sein Zimmer beziehen. Die Zimmer fallen ausserordentlich geräumig aus, mit Klimaanlage und grossem Bett, sowie einer meist schattigen Terasse mit Hängematte. Es gibt auch Wasserbungalows, die in der flachen Lagune stehen und einen ganztägigen Meerblick bieten.
Aber sie sind unserer Meinung nach den hohen Aufpreis nicht wert. Der Meerblick ist überall vorhanden und in der Mittagshitze ist der Steg zum Wasserbungalow brüllend heiss und ohne Schuhe nicht zu erreichen. Ausserdem ist man auf Gedeih und Verderb der Klimaanlage ausgeliefert. Grösster Vorteil: Es gibt in den Wasserbungalows keinerlei Ungeziefer.

Die Insel selbst hat man bei langsamer Gangart in 15-20 Minuten umrundet und festgestellt, dass sie von allen Seiten gleich aussieht, mal mehr, mal weniger Strand. Was in Gottes Namen tut man also hier?

Nichts, Nichts und nochmal Nichts. Das ist der Grund hierherzukommen. Das Motto der Malediven lautet nicht umsonst: The art of doing nothing - Die Kunst des Nichtstuns.
Einige arme Seelen, die es per Last-Minute hierher verschlagen hat, können es nicht fassen und haben richtig Probleme, spätestens wenn an der Rezeption klar wird, das das erwartete Ausflugsangebot aus einem Besuch der Einheimischeninsel gegenüber besteht.

Der zweite gute Grund nach Machachafushi zu fahren, war das sagenhafte Hausriff, das die Insel in maximal 100m Entfernung umrundet und den ganzen Tag betaucht werden kann. Leider ist von den Korallenformationen nach dem Schreckensjahr 1998 mit seinen hohen Temperaturen und dem folgenden Coral Bleaching -der Korallenbleiche, nicht viel übrig geblieben. Da die Insel im Inneren des Atolles liegt, wurde sie besonders hart getroffen. Geschätzt sind etwa 95-97% der Korallen abgestorben. Es wird voraussichtlich Jahrzehnte dauern, bis sich die Hausriffe regenerieren. Hier ist es umso tragischer, da die Insel ein sehr buntes und vielfältiges Riff mit viel Abwechslung bot. Zum weiteren Amusement der Taucher gibt es ein kleines Fischerbootwrack mit einer Monstermuräne und seit 1999 auch ein grosses Wrack, das aber den Verlust an Korallen nicht wettmachen kann.
Für Taucher ist die Insel daher sicher nicht mehr erste Wahl, zumal die Dhonifahrt zum Aussenriff immer ca. 40-60 Minuten dauert. Dort hat man dafür aber wesentlich besser erhaltene Riffe vor der Maske.

Tauchen auf Machachafushi

Die Insel hat einen fest stationierten (personell wechselnden) deutschen Arzt, der meist von den Einheimischen konsultiert wird, aber vielen Touristen sicher eine Beruhigung ist.

Die Insel hat die "üblichen" maledivischen Vergnügungen zu bieten. Eine gemütliche Bar, einmal die Woche Disko, Tischtennis, Surfen, Beachvolleyball und Wasser, so weit das Auge reicht.

Morgens ziehen im Kanal vor der Insel regelmässig Delfine vorbei, meist eine ganze Schule von 6-10 Tieren. Sie bieten gleich zweierlei Attraktionen: Man kann sich rechtzeitig hinaustreiben lassen und mit etwas Glück schauen die Delfine für ein kurzes Hallo vorbei, oder aber man beobachtet die verkappten Schnellschwimmer unter den Gästen, die sich mit dem Ruf "Delfine, Delfine" ins Wasser stürzen und versuchen hinter dem schnellsten Schwimmer unter den Säugetieren hinterher zu kommen. Ein göttliches Vergnügen. Ein Gast (mit stattlichem Bierbauch) hat sich auf diese Weise den Ehrentitel "Marc Spitz" eingeheimst.

Über das Essen ein Aussage zu machen ist sicherlich sinnlos, da die Qualität mit dem Koch steht und fällt und das Personal wechselt doch häufiger einmal. Unserem Empfinden nach war es mittelklassig und reichlich, aber wie fast überall auf den Malediven etwas abwechslungsarm. Für ausgesprochene Fleischesser sind die Inseln im Indischen Ozean ohnehin nicht sehr geeignet.
Das  Fleisch, dass es gibt, kommt von Sri Lanka und ist meist minderer Qualität, daneben gibt es täglich ein Hühnerfleischgericht. Leute, die gerne Fisch essen, kommen normalerweise gut weg.
 

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