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Machachafushi
Lily Beach

Last Update: 20/08/01

Lily Beach

Trauminsel im Ari-Atoll

Lily Beach ist eine kleinere Insel mit schönem Palmenbewuchs am Rand des Ari-Atolls. Durch ihre strömungsexponierte Lage ist sie vom Coral Bleaching einigermassen verschont geblieben und die erreichbaren Tauchplätze sind es immer noch wert, einmal hinzufahren.

Die Insel hat ca. 120 Betten in sehr gepflegten, schönen Bungalows mit Aircon und Malediventypischem, offenem Bad. Süsswasser uns Strom sind jederzeit verfügbar, der Service ist gut und sehr unauffällig.

Es gibt ein Restaurant mit angeschlossener Bar, sowie eine Strandbar am nördlichen Ende mit einem grossen Pool. Ausserdem verfügt die Insel über ein kleines, klimatisiertes Fitnessstudio (wann kommt die erste Insel mit finnischer Sauna? ;-> ).

Lily Beach wird von Maledivern nach dem All-Inklusive-Prinzip betrieben, ausser Cocktails ist alles im Reisepreis inbegriffen.
Für Taucher ist da ein nicht zu unterschätzender Faktor, da drei Liter Wasser pro Tag das Minimum zur Vermeidung von Dekoproblemen darstellen sollten.
Die Getränkepalette reicht dabei von Wasser über Softdrinks (in Dosen), Bier, Wein bis zu einheimischen Spirituosen und den Cocktail des Tages. Die Auswahl ist gut und reichlich. Getränke in Flaschen zum Mitnehmen sind kein Problem.

Tauchen:
Das Hausriff beginnt auf Lily Beach direkt am Steg der Tauchschule. Es handelt sich dabei um ein Steilriff, das senkrecht auf ca. 30 m abfällt und eine Länge von ca. 600m hat. Das Riff ist stark zerklüftet und bietet daher allen möglichen Tieren einen Lebensraum. Der Bewuchs besteht hauptsächlich aus Weichkorallen und Schwämmen, das Riffdach ist durch das Coralbleaching weitgehend zerstört und unansehnlich. Schnorchler haben hier leider Pech.
Durch die Aussenlage gibt es starke Strömungen und dadurch auch viele Haie und pelagische Arten. Unser absolutes Highlight war ein 8m Walhai am Hausriff auf ca. 15 m Tiefe, wir konnten es selbst kaum glauben.
Auch Rochen und Schildkröten sowie ein Schwarm Fledermausfische können regelmässig (eigentlich bei jedem Tauchgang) gesehen werden.

Das Hausriff ist ein absoluter Hit für Nachttauchgänge, insbesondere dadurch, dass abends die Stachelrochen der Umgebung am Steg gefüttert werden und an den Tauchern in Massen (10-15 gleichzeitig) vorbeifliegen. Dabei muss man sich in acht nehmen, da die Rochen keinerlei Rücksicht nehmen oder auch nur die geringste Scheu zeigen, wer im Weg ist wird umgeschwommen.
Leider sind Nachttauchgänge bis 20.00Uhr zu beenden, da dann die Tauchschule schliesst.

Die weiteren Tauchplätze der Umgebung sind in den gängigen Zeitschriften und üchern ausreichend beschrieben worden, ich will das hier nicht wiederholen. Nur einen Tauchplatz möchte ich herausstellen:

Kuda Rah Tila:
Eine Erhebung im offenen Wasser, die bis 18m unter die Wasseroberfläche aus dem Sand aufsteigt und zu den schönsten Tauchplätzen gehört, die ich je geshen habe. Ein einziger Tauchgang dort ist Grund genug, auf die Malediven zu reisen.

Das absolute Highlight an diesem Tauchplatz ist ein riesiger Schwarm Gelbstreifenschnapper, der manchmal solche Dimensionen hat, dass man beim Abtauchen das Riffdach nicht sehen kann. Unter den Korallenblöcken finden sich regelmässig grosse Ammenhaie und Riffhaie. Allerdings bläst es auch mal heftig und in Kombination mit der Minimaltiefe ist das sicher kein Platz für Anfänger.

Alles in allem hat es uns auf Liliy Beach sehr gut gefallen, es war sehr relaxt und angenehm. Vor allem fällt auf, dass es sich meist Nicht-Taucher auf der Insel aufhalten, die Tauchboote sind meist mit weniger als 6 Leuten besetzt und daher ohne grosses Gedränge. Die Crews passen sich den Wünschen der Gäste an und fahren immer Plätze an, an denen noch kein anderes Boot festgemacht hat.

Urteil insgesamt: Sehr empfehlenswert.

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