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Last Update: 20/08/01

2: Disney Diving - The American Way of Dive

2. Disney-Diving?

Tauchen in Amerika hat ja gerade bei den Europäern einen denkbar schlechten Ruf: Teuer, Flach und Kurz.
Das beschreibt im allgemeinen den kommerziellen Tauchstil in amerikanisch dominierten Tauchgebieten und trifft z.B. für die Keys auch wirklich in vollem Umfang zu.

Das typische Two- oder Three-Tank-Diving sieht dort so aus, dass man mit dem Boot zum Tauchplatz fährt, einen Tauchgang mit 18m, 30 min. absolviert, danach in 5-10 Minuten zum nächsten Tauchplatz fährt und den folgenden Tauchgang mit 12-15m Tiefe und 30 min. hinter sich bringt.

Der dritte Dive läuft dann genauso ab, nur auf 12m, 25 min. Dabei wird strikt auf die Einhaltung der Tiefe und Zeiten geachtet. Naja, wem es Spaß macht!

In völligem Gegensatz dazu steht das Tauchen in Zentral-Florida. Hier muß man sich selbst organisieren und taucht, wo und wie lange man eben Lust hat. Freiheit pur!

Disney Diving gibt es übrigens wirklich!
Für 120 USD kann man nach monatelanger Voranmeldung im Aquarium "The Living Seas" im Epcot Center von Disneyworld tauchen gehen. Dabei wird man durch die Aquarien geführt und darf die Plastikkorallen mal aus der Nähe sehen.

Cave- und Cavern-Diving in Zentral-Florida

Nirgends auf der Welt ist es wohl einfacher zum Höhlentauchen zu kommen als in Florida. Es gibt nahezu alle paar hundert Meter einen Einstieg in ein Höhlensystem. Aber ganz so einfach ist die Sache nicht.

Man muß zwischen drei verschiedenen Zugängen unterscheiden:

1. State Parks
In den State Parks ist das Tauchen in den Sinks und Springs geregelt. D.h. von erlaubt bis verboten. Diese Verbote werden in aller Regel auch überwacht und durchgesetzt. Dabei gilt eine Regel amerikanischer Lebensart: Wenn etwas verboten ist, wird es auch durchgesetzt! Probiert es nicht aus, erspart eine Menge Ärger und diskutieren bringt in der Regel nur noch mehr Ärger!.

Normalerweise zahlt man in den State Parks einen kleinen Eintritt für den ganzen Tag und das Tauchen ist damit abgedeckt. In der Regel gibt es keinerlei Infrastruktur in den Parks. Also keine Flaschenfüllung, auch keine Flaschen oder eine Basis oder sonst was. Mit Glück bekommt man was zu trinken, aber nur in der Hauptsaison. Es gilt also: Alles Gerät am Mann!

Ein guter Rat an dieser Stelle:
Amerika ohne Auto geht nicht, also ein GROSSES Auto mieten, aber keinen Van. In den kann man hineinsehen und weg ist das Zeug. Mietet eine große (Full Size) Limousine (z.B. Impala), da gehen alle Koffer und zwei Tauchausrüstungen mit Flasche in den Kofferraum, dagegen ist ein Benz ein Spielzeugauto.

In den Parks muß man beim Betreten auch die Brevetkarten (PID) abgeben und sich als Cave- oder Caverntaucher ausweisen.
Besitzt man keine Spezialbrevets darf man keine Lampen mit ins Wasser nehmen. Damit soll verhindert werden, dass nicht ausgebildete Taucher die Tageslichtzone verlassen und sich gefährden.
Diese Regel wird strikt überwacht und ein Verstoß führt zum Parkverweis und einer Menge Ärger. Sie gilt auch für Notlichter und Blitze mit Pilotlampen!

Es löhnt sich, im ersten Urlaubsteil einen Cavernkurs zu machen und dann erst die State Parks zu besuchen, man hat mehr davon.

In den State Parks gibt es normalerweise Einrichtungen für ein angenehmes Picknick und häufig auch Duschen und Toilettenanlagen. Sehr angenehm und in der Regel in der Nebensaison leer. In der Hauptsaison (also Sommer und Ostern sowie zwischen Weihnachten und Neujahr) platzt hier alles aus den Nähten.

2. Private Parks:

Ähnlich wie State Parks, aber in der Regel voll auf das Tauchen ausgerichtet. Meistens findet man hier auch eine Füllstation und / oder Basis mit allem was das Taucherherz so begehrt.

Auch hier bezahlt man ein Eintrittsgeld, das allerdings in der Regel das zehnfache vom State Park beträgt (meist zwischen 35 und 50 USD). Der Eintritt gilt für den ganzen Tag.

Ein wesentlicher Unterschied ist die Umsetzung der Tauchregeln:
Nach Vorlage des Brevets, es genügt normalerweise OWD, wird einem eine ca. 5-seitige Haftungsausschlußerklärung vorgelegt, die abschnittsweise zu unterschreiben ist.
Darin verzichtet man auf alle, wirklich alle Ansprüche gegen den Besitzer der Anlage und erklärt, daß man dumm genug ist in einer Höhle zu tauchen und das auch weiß. Dafür darf man dann auch tauchen, wie man lustig ist, also auch mit Reel und Lampen!

Danach wird in der Regel ein Video zur Höhle gezeigt und losgeht´s. Das Extrem dürfte hier Paradise Springs sein: Hier erreicht der OWD eine Distanz vom Höhleneingang (Durchmesser 8m) von ca. 180m und eine maximale Tiefe von 29 m. Von Open Water keine Spur, sage ich.

Die Bandbreite der Private Parks reicht von "Loch im Boden mit Hütte daneben" wie Blue Grotto bis zu Hotelanlagen mit (Höhlen-) Tauchschule und Diveshop mit angeschlossenem Supermarkt wie Ginnie Springs.

3. Ein Loch im Boden (ohne Hütte)

Viele der Höhleneingänge liegen einfach irgendwo im Nichts.
Allerdings sollte man solche Unternehmen nur wagen, wenn man genau bedenkt, was man tut.
Auf solche Plätze wird deshalb im folgenden nicht eingegangen.

Diese Höhlen liegen auf privatem Gelände, daher vorher um Erlaubnis fragen.

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